Im Deutschen gibt es zwei verschiedene Laute, die ähnlich klingen: das ch wie in ich und das sch wie in Schule. Wenn aus „ich“ ein „isch“ wird, ist das nur eine kleine Bewegung: die Zungenspitze geht nach oben und die Lippen nach vorne. Hier trainierst du, beides sauber auseinanderzuhalten.
Farben in der App: ch = dein Ziel-Laut · sch = der andere Laut · ch in grau = das „Ach“-ch hinten im Hals (machst du schon richtig).
Am Anfang darf es übertrieben und lang klingen. Sauber ist wichtiger als schnell.
Hauch kräftig „hhhi“, als würdest du eine Brille anhauchen. Mit Zunge in i-Stellung wird das zum ch.
Das ch in „ach“ kannst du schon. Sag „ach – och – ech – ich“ und lass das Geräusch langsam nach vorne rutschen. Lächeln!
Sag „huge“ ganz langsam. Das allererste Geräusch „hhyy…“ ist fast genau das deutsche ch.
Abwechselnd fauchen wie eine Katze (ch) und fahren wie eine Lok (sch). Spür, wie sich Zunge und Lippen bewegen.
Tipp auf „Abspielen“ und dann auf das Wort, das du gehört hast. Wer den Unterschied gut hört, kann ihn auch besser sprechen.
Wörter mit Sternchen (*) sind keine echten Wörter. So klingt es, wenn aus ch ein sch wird.
Lies das Wort laut vor. Ein Zuhörer bewertet, oder du filmst dich und bewertest selbst. Ab 20× „Sauber“ ist eine Stufe geschafft.
Du siehst ein Wort und sagst es laut. Dann gibst du das iPad deinem Zuhörer. Er tippt, was er gehört hat. Nur wenn du sauber sprichst, rät er richtig.
English has no German ch, but it has a close cousin at the start of huge. And English makes you switch fast between sh (ship) and ch (chip). Both train the same tongue and lips.
Ja. Der „Ich-Laut“ [ç] gehört zu den Lauten, die Kinder am häufigsten ersetzen, und fast immer wird er zu „sch“. In der Logopädie heißt die Fehlbildung des ch Chitismus, der Ersatz durch einen anderen Laut Parachitismus. Normalerweise sitzt das ch mit etwa 4 bis 5 Jahren. Mit 11 ist es meist keine Reifungsfrage mehr, sondern ein eingeschliffenes Bewegungsmuster.
Dazu kommt: In vielen Regionen (Rheinland, Hessen, Pfalz, Saarland) ist „isch“ ganz normaler Dialekt, und in der Jugendsprache ist es weit verbreitet. Ein Kind, das das oft hört, übernimmt es leicht. Mehrsprachige Kinder, deren Umgebungssprache Englisch ist, haben zudem wenig Vorbilder für den Laut, weil es ihn im Englischen nicht gibt.
Die Logopädie geht in festen Schritten vor, und genau so ist die App aufgebaut:
Kurz und täglich ist besser als lang und selten: 10 Minuten an 5 Tagen pro Woche.
Nicht ständig im Alltag korrigieren. Das frustriert und macht Sprechen unangenehm. Vereinbart lieber ein geheimes Zeichen (z. B. Finger an die Unterlippe) und eine „Übungszeit“ am Tag, etwa beim Abendessen, in der ihr bewusst darauf achtet.
Richtig vormachen statt Fehler nachäffen. Wiederholt das Wort einfach korrekt: „Ah, du meinst ich.“
Bewerten nach Gehör. Die App kann nicht selbst hören, ob es ch oder sch war (das schafft auch keine Spracherkennung zuverlässig). Deshalb gibt es die Bewertung durch euch oder die Videoaufnahme zur Selbstkontrolle. Achtet im Video auf die Lippen: Schieben sie sich nach vorne, ist es sch.
Erst weiter, wenn es sitzt. Eine Stufe gilt als geschafft, wenn etwa 8 von 10 Versuchen sauber sind.
Wenn nur das ch betroffen ist, lässt sich das oft mit regelmäßigem Üben zu Hause gut umlernen. Bleibt das „isch“ nach etwa zwei bis drei Monaten konsequenten Übens trotzdem bestehen, ist eine logopädische Untersuchung sinnvoll. Die App kann eine Therapie begleiten, aber nicht ersetzen. Eine Fachkraft prüft, ob Zungenruhelage oder Schluckmuster (myofunktionelle Störung) mitspielen und ob das Hören in Ordnung ist.
In Deutschland verordnet der Kinder- oder Hausarzt Logopädie per Heilmittelverordnung. In den USA heißt die Fachrichtung Speech-Language Pathology (SLP). Dort lohnt sich eine Fachkraft, die Deutsch kann, oder eine, die gezielt am Laut arbeitet, da es [ç] im Englischen nicht gibt.
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